Pink Floyd
Stand: 04.02.2026
Die Architekten des Rock – Tacheles geredet
Einleitung: Was ist Phase?
Hömma, wenn wir über Pink Floyd labern, dann reden wir nicht über irgendeine Kirmes-Kapelle von nebenan. Die Jungs sind nicht einfach nur eine Band, das sind die Baumeister von einer ganz neuen Klangwelt. Die haben nicht nur Musik gemacht, die haben uns das Hirn einmal auf links gedreht und wieder zurück. Über 250 Millionen Scheiben haben die vertickt – das muss man sich mal reinziehen! Aber das ist nur Papierkram. Wichtiger ist: Die haben Mucke gemacht, die dich packt, wennste Liebeskummer hast, wennste wütend auf den Chef bist oder einfach nur im Sessel versacken willst. Die haben über alles gesungen: Wahnsinn, Kohle, Krieg und das ganze Elend, was das Leben so bietet. Hier kriegste jetzt die volle Dröhnung: Von den Anfängen im verrauchten Londoner Keller bis zu den gigantischen Shows, wo die halbe Welt zugeguckt hat.
Wie alles anfing:
Die Studenten-Bude
Pass auf, die Geschichte ist anders als bei den meisten Rockern. Das waren keine Malocher aussem Stahlwerk oder Hafenarbeiter. Roger Waters, Nick Mason und Richard Wright, die haben Anfang der 60er in London Architektur studiert. Und das merkste auch an ihrer Mucke. Die haben Songs nicht einfach runtergeschrammelt, die haben die Dinger gebaut. Wie ein Haus: Fundament, Wände, Dach drauf – und dann schön eingerichtet mit Sounds, die dich wegblasen.
Am Anfang hießen die mal Sigma 6 oder The Tea Set – kannste dir nicht ausdenken. Da war auch noch so ein Typ namens Bob Klose dabei. Der konnte zwar spielen wie ein junger Gott, wollte aber lieber braven Blues und Jazz zocken. Als die anderen dann anfingen, mit den Verstärkern rumzuquietschen, hat der die Biege gemacht. Besser so.
Syd Barrett
Dann kam der Syd Barrett. Der kannte den Roger noch aus der Schule. Der Syd war ein Künstler, ein echter Freigeist, aber auch ein bisschen ein schräger Vogel. Der hat den Namen "Pink Floyd" angeschleppt. Hatte er von zwei Blues-Opas, Pink Anderson und Floyd Council, die er auf irgendeiner alten Platte gesehen hat. Syd hat die Band komplett umgekrempelt. Nix mehr mit Blues-Covern, jetzt gab's Mucke, die klang wie Alice im Wunderland auf LSD.
Ab in den Keller
Mitte der 60er waren die Jungs die Könige vom Londoner Untergrund. Im UFO Club haben die gespielt, bis der Putz bröckelte. Aber nicht zum Tanzen – obwohl die Leute das versucht haben –, sondern zum Abheben. Die haben da schon mit Licht-Shows rumexperimentiert. Das war der Startschuss für die ganzen krassen Shows, die später noch kommen sollten.
Die Mannschaft: Wer war wer?
Damit Du weißt, wer da eigentlich Krach gemacht hat, hier mal die Steckbriefe von den Jungs.
Syd Barrett (Gesang, Klampfe bis 1968)
Der tragische Held Der Syd war am Anfang der Boss. Der hat Gitarre gespielt wie kein anderer – mit einer Bierflasche über die Saiten gerutscht und so ein Echo-Gerät benutzt, das klang wie Weltraum-Bahnhof. Seine Texte waren voll mit Gnomen, Fahrrädern und so Märchenkram. Aber der Junge hat sich mit dem ganzen Drogenzeug die Birne weichgekocht. Irgendwann stand der nur noch auf der Bühne und hat ins Leere geglotzt. 1968 mussten die ihn rausschmeißen. War hart, aber ging nicht anders. Aber vergessen haben sie ihn nie – der Geist von Syd spukte immer durch die Platten.
Roger Waters (Bass, Gesang bis 1985)
Der Bauleiter Nachdem Syd weg war, hat der Roger das Ruder übernommen. Am Bass war der jetzt kein Virtuose, aber der wusste, wie man einen Song zusammenhält. Sein Ding war das Texten. Der hat ganze Konzepte entworfen, als ob er einen Wolkenkratzer plant. Der wurde mit der Zeit immer bissiger und politischer. Der hat den Laden später ziemlich diktatorisch geführt, was dann auch ordentlich Knatsch gab.
David Gilmour (Klampfe, Gesang ab 1968)
Die goldene Stimme und der Mörder-Sound Der David kam dazu, als Syd schon fast weg war. Der Typ ist der Wahnsinn an der Gitarre. Der spielt nicht schnell, aber jeder Ton sitzt und trifft dich mitten ins Herz. Seine "Black Strat" (seine schwarze Stratocaster) ist heilig. Der hat so viele Effekte und Pedale vor den Füßen, da brauchste einen Flugschein für. Aber am Ende ist es sein Gefühl in den Fingern, was den Gänsehaut-Faktor macht.
Richard Wright (Tasten, Gesang bis 1979, dann wieder ab 1987)
Der Meister an den Tasten Der Rick wird oft vergessen, aber ohne den wär Pink Floyd nix gewesen. Der hat diese ganzen sphärischen Sounds mit seiner Orgel und den Synthesizern gemacht. Wenn du bei "Echoes" denkst, du schwebst im All, dann ist das der Rick gewesen.
Nick Mason (Trommeln, immer dabei)
Der Motor und Ruhepol Der Nick ist der Einzige, der auf jeder einzelnen Platte dabei war. Der haut nicht drauf wie ein Schmied, der spielt mit Köpfchen. Ganz entspannt, immer ein wenig hinterm Takt, das groovt wie Sau. Und er war der Diplomat, wenn sich Roger und David mal wieder an die Gurgel wollten. Außerdem hat der alles gesammelt – alte Plakate, Instrumente, den ganzen Krempel. Ein echter Jäger und Sammler.
Die Mucke: Wie sich das entwickelt hat
Phase 1: Psychedelic pur (1967)
"The Piper at the Gates of Dawn" – Das ist Syds Baby. Verrückt, bunt, laut. "Interstellar Overdrive" – das ist kein Song, das ist 'eine Reise.
Phase 2: Suchen und Finden (1968–1972)
Syd war weg, die Jungs wussten erst nicht wohin.
- "A Saucerful of Secrets": Da haben sie angefangen, lange Dinger zu bauen.
- "Atom Heart Mother": Die Platte mit der Kuh drauf. Mit Orchester und Chor. Völlig abgefahren.
- "Meddle": Hier hat's Klick gemacht. Mit "Echoes" auf Seite B. 23 Minuten lang! Da wussten sie: Das ist unser Ding.
Phase 3: Die dicken Dinger (1973–1979)
Jetzt ging's richtig ab. Die "Big Four".
- "The Dark Side of the Moon" (1973): Das Album hat jeder. Geht um Zeit, Geld und Wahnsinn. Hat sich verkauft wie geschnitten Brot und war ewig in den Charts.
- "Wish You Were Here" (1975): Hommage an den alten Kumpel Syd.
- "Animals" (1977): Wütend. Roger teilt die Menschheit in Hunde, Schweine und Schafe ein. Geniale Songs, lange Solos.
- "The Wall" (1979): Das Monster-Werk. Doppel-Album. Geht um Isolation und Mauern im Kopf.
Phase 4: Krach im Karton (1983)
"The Final Cut": Das war eigentlich eine Solo-Platte von Roger. Rick war schon gefeuert, die anderen durften nur noch Begleitung spielen. War nicht mehr wirklich eine Band.
Phase 5: David übernimmt (1987–1994)
Roger ist abgehauen und dachte, ohne ihn ist Feierabend. Pustekuchen! David und Nick haben weitergemacht (nach einen riesen Rechtsstreit).
- "A Momentary Lapse of Reason": Klingt sehr nach 80er Jahre, aber war wichtig, um zu zeigen: Wir sind noch da.
- "The Division Bell": Rick war wieder fest dabei. Töfftes Album. "High Hopes" ist ein Klassiker.
Phase 6: Der Abschied (2014)
"The Endless River": Reste-Verwertung von 1993, aber schön gemacht. Ein letzter Gruß an den verstorbenen Rick. Fast nur Instrumental. Zum Runterkommen.
Diskografie (Die Studio-Scheiben)
Hier die Liste, was du im Plattenschrank haben solltest:
- 1967: The Piper at the Gates of Dawn (Syds Meisterwerk, voll auf Droge)
- 1968: A Saucerful of Secrets (Übergang, David kommt rein)
- 1969: More (Filmmusik, kennt kaum einer, ist aber gut)
- 1969: Ummagumma (Live und Experimente, schräges Zeug)
- 1970: Atom Heart Mother (Die Kuh-Platte)
- 1971: Meddle (Der Durchbruch mit "Echoes")
- 1972: Obscured by Clouds (Noch ein Soundtrack, rockt gut)
- 1973: The Dark Side of the Moon (Der Klassiker schlechthin)
- 1975: Wish You Were Here (Zum Heulen schön)
- 1977: Animals (Dreckig, politisch, Schweine im Flug)
- 1979: The Wall (Die Rock-Oper, kennt jedes Kind)
- 1983: The Final Cut (Rogers Abschiedsbrief, sehr textlastig)
- 1987: A Momentary Lapse of Reason (David nimmt das Heft in die Hand)
- 1994: The Division Bell (Die Glocke läutet nochmal, Rick ist zurück)
- 2014: The Endless River (Der ruhige Ausklang)
Fazit
Pink Floyd, das war nicht nur Musik, dass war ein Erlebnis. Die haben Technik erfunden, Bühnenbilder gebaut und Songs geschrieben, die bleiben für die Ewigkeit. An denen kommst du nicht vorbei. Legenden, sag ich dir. Echte Legenden.
(Quellen)
Biografien & Bandgeschichte:
https://de.wikipedia.org/wiki/Pink_Floyd#Die_Mitglieder_der_Band
,https://de.wikipedia.org/wiki/Pink_Floyd
Alben & Diskografie:
https://en.wikipedia.org/wiki/Pink_Floyd_discography